Fotografieren und Wandern im Harz

Länger schon hatte ich vor, im Winter zum Fotografieren und Wandern in den Harz zu fahren. Letzte Woche war es dann endlich soweit. Von Hamburg ging es mit dem Auto über die A7 nach Hannover, dann weiter auf der A2 nach Braunschweig und von dort über die A391 und A395 nach Werningerode. Nach einer entspannten, gut dreistündigen Fahrt erreichten wir die Ferienwohnung im beschaulichen Ortsteil Schierke.

Insgeheim hatte ich gehofft, dass wir in eine tief verschneite Landschaft kommen, um stimmungsvolle Winteraufnahmen machen zu können, aber dem war nicht so. Die Vermieterin erzählte, dass es schon ordentlich geschneit hatte, aber der Schnee aufgrund des warmen Wetters inzwischen wieder komplett getaut sei. Die Wettervorhersage versprach Temperaturen im niedrigen Plusbereich und Sonne für die kommenden Tage. Na wenigsten kein Regen... Den Rest des Tages verbrachten wir damit einzukaufen, uns einzurichten und eine erste kleine Erkundungsrunde der näheren Umgebung vorzunehmen. 

 Blick auf die Kalte Bode

Blick auf die Kalte Bode

Die Harzer Brockenbahn

Am nächsten Morgen schaute ich nach dem Aufstehen aus dem Fenster und traute meinen Augen nicht. Ich sah eine geschlossene Schneedecke. Alles war weiss! Es hatte über Nacht richtig kräftig geschneit. Was für eine Überraschung. Also nichts wie frühstücken, den Rucksack packen und raus in die Natur zum Fotografieren. Unsere Wanderung führte uns von unserer Wohnung bergauf durch einen verschneiten Wald zum Bahnhof Schierke. Dieser wird angefahren von den dampflokbetriebenen Zügen der Harzer Schmalspurbahn auf ihrem Weg zum Brocken und zurück. Schon von Weitem hört man das Pfeifen der Lokomotiven, wenn Sie vor Kurven oder an Bahnübergängen ihr Nahen ankündigen. Der Anblick der schwarzen dampfenden und pfeifenden Loks mit ihren Wagons ist wie eine Reise in die Vergangenheit. 

Nachdem ich ein paar Aufnahmen von ankommenden und abfahrenden Zügen am Bahnhof gemacht hatte, war schnell klar, dass die Szenerie dort zwar gut aber nicht optimal war. Natürlich wollte ich ein Foto machen, wie die dampfende Lokomotive aus dem verschneiten Wald kommt. Also ging es weiter Richtung Brocken auf dem Wanderweg, der parallel zu den Schienen verläuft. Nach kurzer Wanderung fand ich eine geeignete Stelle, an der die Bahn aus einer Kurve kommend auf mich zu fährt. Laut Fahrplan sollte die nächste Bahn Richtung Brocken in 25 Minuten kommen, davor kam noch eine bergab. Also genügend Zeit das Stativ und die Kamera aufzubauen, den Bildausschnitt zu wählen, und alle Einstellungen in Ruhe vorzunehmen. Ich stand perfekt, nun musste nur noch die Bahn kommen.

Stattdessen kamen zwei weitere Fotografen zu Fuß den Berg hoch, um sich ebenfalls in Stellung zu bringen. Das gibt's doch nicht! Nicht nur, dass sie drohten, mir die Szene zu versauten, sie liefen auch noch direkt auf den Gleisen. Und der Zug, der talabwärts fuhr, hatte immer noch nicht passiert. Als sie in Rufweite kamen, habe ich mich bemerkbar gemacht, und ihnen zu verstehen gegeben, dass sie sich bitte Stellen suchen mögen, die außerhalb meines Bildausschnittes liegen, was sie dann auch rücksichtsvollerweise taten. Einer von beiden kam jedoch auf die völlig leichtsinnige, wie gefährliche Idee, dass er den von oben kommenden Zug zwischen den Schienen kniend frontal fotografieren müsste, um dann im letzten Moment zur Seite zu springen. Als der Zug bergab um die Kurve kam, leitete der Lokführer sofort eine Vollbremsung ein und pfiff was Pfeife und Dampf hergaben. Auf Höhe des Fotografen kam der Zug dann zum Stehen, und der Lokführer stellte den lebensmüden Napf lautstark in den Senkel. Im ersten Moment dachte ich, der Lokführer springt jetzt von seiner Lok und haut ihm eine rein. Verstanden hätte ich's. 

Nach dem der Zug wieder angefahren war, verschwand der Mann kleinlaut mit seiner Kamera, und ich konnte einige Minuten später den bergauf fahrenden Zug ungestört so fotografieren, wie ich es mir vorgestellt hatte. 

Inzwischen durchgefroren vom vielen Warten im Schnee aber glücklich über das gelungene Foto, machten wir uns auf den Rückweg nach Schierke. 

 Der Polarexpress kommt

Der Polarexpress kommt

Wanderung von Schierke zum Brocken und zurück

Am nächsten Tag hatten wir uns vorgenommen zum Brocken zu wandern, und mit der Brockenbahn zurück nach Schierke zu fahren. Von Schierke zum Brocken sind es rund 7 Kilometer, für die wir mit diversen Fotostopps gut 3 Stunden gebraucht haben. Der Weg bergauf durch den Wald war sehr gut ausgeschildert und trotz des Schnees hervorragend zu gehen. Lediglich an einigen steileren Stellen, die schon ausgetreten und damit glatt waren, war etwas Vorsicht und Trittsicherheit geboten.

Während des Aufstiegs trafen wir nur sehr wenige andere Wanderer und genossen die Stille der Winterlandschaft, die nur hin und wieder durch das Pfeifen der Bahn unterbrochen wurde, die sich ebenfalls größtenteils parallel zum Wanderweg zum Brocken hoch schlängelt. Waldpassagen wechselten sich mit offenerem Gelände ab, das dann weite Blicke in die Landschaft ermöglichte.

Kurz unterhalb des Brockens, bevor man den Wanderweg verlässt und auf die befestigte Zufahrtsstraße kommt, durchquert man einen Bereich mit vielen abgestorbenen Fichten, die offensichtlich Opfer des Borkenkäfers geworden sind. Entlang des gesamten Wanderweges und der Gleise sieht man, dass zudem viele Bäume vorsorglich gefällt wurden, bevor es zu Personen oder Sachschäden kommt. 

Den letzten Kilometer zum Brocken legt man auf einer befestigten Zufahrtsstraße zurück. Hier waren eindeutig mehr Wanderer unterwegs als auf dem Wanderweg, der durch den Wald führte. Zudem blies uns, je näher wir dem Brocken kamen, ein schneidender, eiskalter Wind Schnee und Eiskristalle ins Gesicht, so dass einem die Sicht und hin und wieder sogar der Atem genommen wurde. Das Vorankommen war wirklich mühsam und kein Vergleich mit den davor zurückgelegten Kilometern. Auf dem Gipfel hatte man nicht das Gefühl in den gemäßigten Gefilden Mitteldeutschlands zu sein, sondern irgendwo weit hoch oben im Norden am Polarkreis oder sogar darüber. Das Fotografieren wurde zu einer echten Herausforderung, da die Finger aufgrund der Kälte völlig steif waren, und man so gut wie nichts sehen konnte, da der Wind die Augen in einer Tour tränen ließ. Eine bessere Vorbereitung hätte hier nicht geschadet. 

 Winterlandschaft auf dem Brocken, Januar 2018

Winterlandschaft auf dem Brocken, Januar 2018

Nachdem wir uns bei einer deftigen Erbsensuppe aufgewärmt hatten, ging es wieder hinaus in die Kälte, um die Brockenbahn zurück nach Schierke zu nehmen. Am Ticketschalter haben wir nicht schlecht gestaunt, als wir erfuhren, dass eine einfache Fahrt pro Person 27 Euro kosten soll. Da es noch knapp 3 Stunden bis Sonnenuntergang waren, entschieden wir uns zu Fuß zurück zu wandern und das Geld lieber für ein Abendessen im Restaurant auszugeben. 

Der Rückweg hatte aufgrund der zunehmend tiefer stehenden Sonne eine ganz besondere Stimmung und bot somit weitere Gelegenheiten zum Fotografieren. Nach gut zweieinhalb Stunden kamen wir dann in der Dämmerung wieder in Schierke an und genehmigten uns im Heinrich's einen Lumumba zum Warmwerden sowie ein Alster, um den Durst zu löschen. 

 Winterlandschaft auf dem Rückweg vom Brocken

Winterlandschaft auf dem Rückweg vom Brocken

Die Teufelsmauer

Eine weitere Sehenswürdigkeit für Wanderer und Fotografen stellt die Teufelsmauer dar. Sie erstreckt sich auf ca. 20 km Länge von Ballenstedt nach Blankenburg. Auf dem Weg von Schierke nach Quedlinburg schauten wir uns den Abschnitt südlich von Weddersleben, die sogenannten Adlersklippen, an. Tatsächlich ist der Abschnitt der Teufelsmauer bei Weddersleben seit 1935 eines der ältesten Naturschutzgebiete Deutschlands. Felsformationen aus hartem Sandstein ragen hoch in die Landschaft und bieten vielfältige Möglichkeiten für beeindruckende Aufnahmen. 

 Teufelsmauer bei Weddersleben

Teufelsmauer bei Weddersleben

Quedlinburg

Nach dem Zwischenstopp an der Teufelsmauer ging es weiter nach Quedlinburg. Seit 1994 gehört die Stadt zum UNESCO Weltkulturerbe aufgrund ihrer beeindruckenden Vielzahl von mehr als 2.000 Fachwerkhäusern aus acht Jahrhunderten. Die meisten Fachwerkhäuser im historischen Ortskern wurden im Laufe der Jahre liebevoll restauriert und sind eine einzigartige Augenweide, sicherlich nicht nur für Architekturbegeisterte. Wer in den Harz fährt sollte auf jeden Fall einen Stadtrundgang in Quedlinburg einplanen. Die Stadt hat es, im Gegensatz zu anderen Kleinstädten, geschafft, dass nicht nur die großen Ketten und Geschäfte das Bild in der Innenstadt dominieren und damit jeglichen individuellen Flair vernichten. Viele kleine und liebevoll betriebene Läden und Geschäfte laden zum Schauen, Kaufen und Essen ein. Natürlich bieten sich auch hier unendlich viele spannende Motive zum Fotografieren. Nach vier Stunden hatten wir unzählige Fotos gemacht, mundgeblasene Weihnachtsbaumkugeln gekauft, ein Atelier für Silberfotografie besucht, waren Kaffe trinken und haben eine Kleinigkeit gegessen. 

 Historische Altstadt von Quedlinburg

Historische Altstadt von Quedlinburg

Wanderung von Blankenburg zum Hamburger Wappen

Nachdem wir das Glück hatten, dass es gleich zu Anfang der Woche geschneit hatte, und dann ein paar Tage die Sonne schien, wurde es gegen Ende der Woche sehr wolkenverhangen und damit neblig in den Höhenlagen und auch zum Teil bis in die Niederungen. An einem dieser nebligen Tage sind wir nach Blankenburg gefahren, um von dort zum Hamburger Wappen, ebenfalls einem Teil der Teufelsmauer, zu wandern. Die Stimmung im Wald war aufgrund des dichten Nebels sehr mystisch. Man kann sich lebhaft vorstellen, wie sich die Leute vor ein paar hundert Jahren gefühlt haben müssen, wenn sie im Wald unterwegs waren, und wie die alten Geschichten und Mythen von Hexen, Geistern und Fabelwesen entstanden sind. 

Bei gutem Wetter muss man vom Hamburger Wappen einen hervorragenden Blick in die weite Landschaft haben, der uns aber verwehrt blieb. Dennoch war die kurze Wanderung trotz des Nebels, oder gerade deswegen, absolut reizvoll.

 Blick auf das "Hamburger Wappen", Teufelsmauer bei Blankenburg

Blick auf das "Hamburger Wappen", Teufelsmauer bei Blankenburg

Burgruine Regenstein

Am letzten Tag vor der Abreise besuchten wir die Burgruine Regenstein nördlich von Blankenburg. Unterhalb der Burgruine befindet sich ein Parkplatz, von dem aus man die Ruine in wenigen Minuten zu Fuß erreicht. Geschichtlich einst sehr bedeutend und stark umkämpft, erscheint die Burgruine heute eher unscheinbar im Vergleich zu anderen. Die in den Sandsteinfels geschlagenen Höhlen sind gut erhalten und lassen sich für einen geringen Eintrittspreis besichtigen. Vom Gipfel der Burg hat man bei guter Sicht sicherlich einen spektakulären Blick, aber auch wenn der Wind tiefhängende Wolken über eine nebelverhangene Landschaft treibt, hat der Ort seinen Reiz. 

 Burg Regensteun

Burg Regensteun

Lüneburger Heide: Von Undeloh zum Wilseder Berg

Die Lüneburger Heide ist seit vielen Jahren ein beliebtes Ausflugsziel, wenn man rund um Hamburg auf der Suche nach etwas Natur ist. Vor allem im Winter oder bei schlechtem Wetter, und wenn nicht gerade die Heide blüht, zieht es mich in diesen Landstrich, denn dann hält sich das Besucheraufkommen in erträglichem Rahmen, und man kann die Natur in Ruhe genießen. Das Naturschutzgebiet um den Wilseder Berg bietet zum einen die größten zusammenhängenden Heideflächen Europas und ist zudem auch noch autofrei. Hier lässt sich ohne störende Motorengeräusche vor den Toren Hamburgs in der Natur wandern. 

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Dieses Jahr führt mich der Neujahrsspaziergang von Undeloh zum Wilseder Berg. Ausgangspunkt der Wanderung ist der Parkplatz am Undeloher Hof (53°11'32.8"N 9°58'37.2"E). Gestartet wird auf dem Wanderweg E1, der auf der Rückseite des Parkplatzes vorbeiführt Richtung Süd-Süd-West. Nach einigen Minuten kommt man auf einen breiteren Kutschweg, diesem folgt man rechts für ein paar wenige Meter, um dann dem Wanderweg E1 links in den Wald weiter zu folgen. Ab hier ist der weitere Weg zum Wilseder Berg gut ausgeschildert. Einfach auf die Findlinge achten.  

Die Wanderung ist gut in 2 1/2 Stunden zu schaffen. Wenn man allerdings zwischendurch noch diverse Fotostops macht, dann kann man auch schon mal deutlich länger für die Strecke benötigen. Wer mag kann zwischendurch in Wilsede einkehren, um sich zu stärken und eventuell aufzuwärmen. 

Der Wilseder Berg ist mit 169 m über N.N. der höchste Punkt der Lüneburger Heide und bietet einen schönen Ausblick über die Landandschaft. Je nach Wetterlage und Sicht kann man im Norden Hamburg und in Ost-Nord-Ost Lüneburg ausmachen. 

Besonders empfehlenswert ist es, den Sonnenauf- und -untergang auf dem Wilseder Berg zu beobachten. Im Winter empfiehlt es sich dann ggf. eine Taschenlampe für den Rückweg dabeizuhaben, denn nicht immer hat man das Glück, dass der Vollmond scheint oder wie bei meiner Wanderung am 1. Januar sogar ein Supermond. 

Relaunch

Nachdem meine alte Website jahrelang ein Schattendasein geführt hat, habe ich mich entschlossen, einmal aufzuräumen - ein vorgezogener Frühjahrsputz sozusagen. In Zukunft werden hier Reiseberichte, Tipps zu Touren und Outdooraktivitäten sowie Fotos von selbigen veröffentlicht. 

Marshland

Mit dem Seekajak durch den Stockholmer Schärengarten

Im Zuge eines Roadtrips durch Südschweden, machten wir Halt in Gräddö, um für 3 Tage auf eigene Faust mit dem Seekajak, den Stockholmer Schärengarten zu erkunden. Da wir vorher noch nie in einem Kajak gesessen hatten, haben wir am Tag vor unserem Tourstart noch an einem Einführungs- und Sicherheitstraining teilgenommen. Es ging los mit Materialkunde und Einweisung in das Paddelrevier, Vorfahrtsregeln, Navigationsgrundlagen und Verhalten auf dem Wasser und beim Camping an Land.

Anschließend ging es in's Kajak und auf's Wasser. Zugegebenermaßen war das am Anfang eine ganz schön wacklige Angelegenheit. So ganz anders, als man es vom Kanufahren gewohnt ist. Doch man bekommt ziemlich schnell ein Gefühl für das Boot und die Balance des eigenen Schwerpunktes und gewinnt somit Vertrauen. Es folgte eine Einweisung wie man die Paddel richtig - im Sinne von kräftesparend - führt und das Kajak mit dem Paddel steuert. Es folgten Übungen zum Bremsen, zum Seitwärts- und Rückwärtsfahren und zum Stabilisieren mehrerer Boote auf dem Wasser, um z. Bsp. eine Pause zu machen, sich zu besprechen oder in Ruhe zu navigieren. 

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Das Highlight und mit Abstand die wichtigsten Übungen kamen dann zum Schluss, nämlich wie man sich im Notfall beim Kentern verhält. Schon bevor wir auf das Wasser gingen, sagte man uns, dass wir am Ende nicht die Eskimorolle beherrschen werden, aber wir bekamen dennoch gezeigt, wie man sich aus seinem Boot befreit, es wieder umdreht, das Wasser herausbekommt und wieder einsteigt. Ohne diese wirklich lebenswichtige Übung sollte niemand, der unerfahren ist, auf eigene Faust lospaddeln. 

Nachdem wir wieder an Land waren, die Kajaks und die Ausrüstung gereinigt und verstaut war, gab es noch eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen, und dann wurde uns unser Kajakdiplom überreicht. Morgen kann's dann losgehen. Hoffentlich spielt das Wetter mit. Die Vorhersage ist leider nicht so vielversprechend...

 Warten, dass der Regen aufhört

Warten, dass der Regen aufhört

Tatsächlich fing es in der Nacht an kräftig zu regnen und hielt bis zum Mittag an. Da wir nicht zu spät starten wollten, trafen wir am späten Vormittag unsere Vorbereitungen und packten die Kajaks im strömenden Regen. Kaum, dass wir auf dem Wasser waren, ließ der Regen nach, der Himmel riss auf und die Sonne kam zum Vorschein. Lediglich der kräftige Wind und eine unruhige See erschwerten unseren Start, der gleich zu Beginn ein längeres Stück durch eine Fahrrinne führte, die von vielen Schiffen genutzt wird. 

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Wir paddelten westwärts und gewöhnten uns zunehmend an das Zusammenspiel von Wellen, Wind, unserer Paddelschläge und der Gewichtsverlagerung zum Ausbalancieren. Mit jedem zurückgelegten Kilometer verlagerte sich die Aufmerksamkeit vom Boot und seinem Handling hin zur beindruckenden Umgebung. Fast lautlos in gleichmäßigem Rhythmus paddelnd , nur wenige Zentimeter über der Wasserfläche sitzend, durch diese atemberaubende Landschaft zu gleiten und dabei das Spiel des Windes und des Lichts auf den Wellen zu beobachten, hat was absolut meditatives. 

Nach knapp 10 zurückgelegten Kilometern, hielten wir Ausschau nach einem geeigneten Platz zum Übernachten. Es brauchte ein paar Versuche bis wir fündig wurden. Entweder war der Untergrund zu feucht, oder zu uneben, oder die einzige geeignete Stelle war voller Ameisen. Zudem war auch nur eins von zwei Zelten ein Geodät, das sich ohne Heringe aufstellen ließ. Schließlich fanden wir einen ebenen, trockenen und windgeschützten Platz, der sogar noch einen tollen Blick über das Archipel im Sonnenuntergang bot. Wir ließen den Tag mit Nudeln und Dosenbier ausklingen. Auf ein Lagerfeuer verzichteten wir und gaben stattdessen dem warmen Schlafsack den Vorzug, um an Schwedens Gestaden einzuschlafen.

 Ein perfekter Platz zum übernachten

Ein perfekter Platz zum übernachten

Am zweiten Tag ließen wir uns von der Sonne wecken, und nach einem starken Kaffee, roten Bohnen und Speck, wurden die Zelte abgebaut und die Ausrüstung wieder in den Booten verstaut, um anschließend in See zu stechen. Wir paddelten südwärts und steuerten auf eine größere Insel zu. Beim Nährkommen fiel uns ein großes Schild auf, auf dem Kaffee und Waffeln für Paddler angeboten wurden. Außerdem sahen wir mehrere am Hang verteilte großes Tipis stehen, die unsere Neugierde weckten. Obwohl gerade erst losgefahren, entschieden wir uns trotzdem für einen Stopp und ein zweites Frühstück. Früh am Vormittag waren wir zwar noch die einzigen Gäste, aber der Kaffee und die Waffeln waren ganz hervorragend. Gelandet waren wir bei Fejan Outdoor, die neben einem Kajakverleih auch Tipis zum Übernachten anbieten. Wir kamen mit den Betreibern in's Gespräch und ließen uns die luxuriös ausgestatteten Tipis zeigen. Alter Schwede - leider geil. Wer auf Glamping steht und bereit ist 300€ und mehr pro Nacht auszugeben, wird hier sicher auf seine Kosten kommen. Buchen lassen sich die Zelte von Mitte Mai bis Ende September. 

 Glamping Tipi

Glamping Tipi

Nach diesem Zwischenstopp ging's wieder in die Kajaks, denn wir wollten ja noch was von der Inselwelt sehen. Von der Insel Fejan paddelten wir dieses Mal in nordwestliche Richtung, um uns die Inseln südwestlich von Gisslingö anzusehen. Wieder ohne ein wirklich festes Ziel vor Augen, ließen wir uns dahintreiben und genossen die Natur, die Ruhe und die Stimmung dieser wunderbaren Inselwelt. Am späten Nachmittag fingen wir wieder an, nach einem Platz zum Übernachten Ausschau zu halten. Auch dieses Mal brauchte es ein paar Anläufe, bis wir eine geeignete Stelle fanden. Wieder wurden die Kajaks sicher an Land gezogen, die Zelte aufgebaut, und das Abendessen zubereitet. Dieses Mal gab's Trekking-Essen aus der Tüte. So oft stand ich bei Globetrotter schon davor und hatte sie in der Hand, aber eigentlich nie eine richtige Verwendung, um einen Kauf zu rechtfertigen. Dieses Mal konnte ich mir einreden, dass wir ja nur sehr wenig Platz im Kajak haben, und es daher unbedingt diese Gerichte sein müssen. Man braucht nur etwas kochendes Wasser, und schon hat man eine ganz passable Mahlzeit. 

 Outdoor Fast Food

Outdoor Fast Food

Nach dem Essen genossen wir noch einen Moment die Ruhe und die hereinbrechende Nacht, bevor uns dann die aufkommende Kälte und der Wind in die wärmenden Schlafsäcke und in die Zelte trieb. Der Wind ließ die ganze Nacht nicht nach und ruckelte an den Zelten, was einen etwas unruhigen Schlaf zur Folge hatte.

Am nächsten Morgen hingen graue Wolken tief am Himmel und das schöne Wetter von gestern war vorbei. Ein kurzer Blick in die Wetter App verhieß ebenfalls nichts Gutes für den Tag, also hieß es Sachen packen und los, bevor der Regen einsetzt. Ist man erstmal auf dem Wasser, ist Regen nicht so schlimm. Nur beim Zusammenpacken stört er, weil alles nass und klamm wird. Wie immer blieb noch Zeit für einen schnellen Kaffee, und Dank des Jetboils war er auch im Handumdrehen fertig. Anschließend paddelten wir auf mehr oder weniger direktem Weg zurück Richtung Gräddö. Ziemlich starker Wind und ordentliche Wellen machten die Rückfahrt noch zu einer echten Herausforderung aber auch zu einem tollen Erlebnis. Gegen Mittag legten wir noch einen Stopp auf der Insel Lidö ein, um uns für die letzten Kilometer zu stärken. 

Am Nachmittag erreichen wir dann erschöpft aber glücklich den Hafen in Gräddö, geben die Kajaks zurück, und gönnten uns ein letztes Mal die wirklich hervorragenden Roastbeef-Stullen im Bryggkafe gegenüber des Kanuverleihs an der Kaimauer mit Blick auf den Yachthafen. 

 Das Bryggcafé - ein Platz an der Sonne

Das Bryggcafé - ein Platz an der Sonne

Hier lässt sich die Tour noch mal im Detail ansehen. Start- und Endpunkt war in Gräddö, die beiden Marker zeigen wo wir gezeltet haben.

Tipps zum KAjakfahren in den Schären

  • Anfängern ist unbedingt anzuraten eine Einweisung inklusive Sicherheitstraining mitzumachen.
  • Ort und Termin vorab recherchieren und festlegen und Kajaks dann entsprechend reservieren. 
  • Wir haben die Tour bei einem deutschen Anbieter gebucht, würden aber in Zukunft direkt bei dem Kajakverleih buchen.  
  • Kopfbedeckung, Sonnenbrille und Sonnencreme unbedingt dabeihaben.
  • Auf eine Seekarte der Region inklusive Kajak-Kompass bestehen. Zusätzlich ein GPS Gerät dabeizuhaben ist nicht verkehrt.
  • Mobiltelefon inkl. Zusatzakku wasserfest verpackt mitnehmen. Für den Fall, dass man doch mal Hilfe rufen muss. 
  • Sich mit den Grundlagen der Navigation vertraut machen. Vor allem muss allen in der Gruppe klar sein, wie man seine Position, inkl. Koordinaten bestimmt, und wie man einen Notruf absetzt. 
  • Taschen- bzw. Stirnlampe dabeihaben. 
  • Ausreichend Trinkwasser mitnehmen. Ich vermeide zwar Plastikflaschen soweit wie möglich, aber zum Verstauen im Kajak sind sie meine erste Wahl. 
  • Jeder sollte einen Küchenschwamm oder ein Schwammtuch griffbereit haben, um Wasser, das sich auf dem Spray oder im Kajak sammelt, aufzunehmen.
  • Zelt, Isomatte, Schlafsack. Das Zelt sollte ein möglichst kleines Packmaß haben, und idealweise auch ohne Heringe von alleine stehen. 
  • Mehrere wasserdichte Packsäcke (max. 35 Liter) für Alles, was man so dabeihat. Vor allem Ersatzkleidung, Schlafsack, Isomatte und Zelt sollten trocken bleiben. Alternativ gehen feste Plastiksäcke, aber die scheuern dann doch schnell durch beim Ein- und Ausladen.
  • Neoprenschuhe oder wasserfeste Sandalen (!) halten zum einen die Füße warm und idealerweise trocken und geben Trittsicherheit beim Ein- und Aussteigen sowie an Land.
  • Wind- und wasserfeste Jacke mit Kapuze; ideal sind Kajakjacken mit Neoprenmanschetten an den Handgelenken. So läuft einem das Wasser beim Paddeln nicht in den Ärmel. Ich habe mir eine gebrauchte für 10 Euro gekauft. Die hat auch noch eine große Brusttasche mit Reißverschluss, was wirklich enorm praktisch ist.
  • Wir waren zu dritt unterwegs und hatten jeder ein 1er-Kajak. Zum einen ist es sicherer, im Falle, dass einer kentert. Zum anderen ist man flexibler gerade beim Erkunden potentieller Lagerplätze. 
  • Brillenträger sollten unbedingt an ein Brillenband denken.
  • Funktionsbekleidung und Fleece ist Baumwolle und Jeans vorzuziehen. 
  • Ein schnelltrocknendes Reisehandtuch und Badehose/ -anzug zum Drunterziehen
  • Gas- oder Spirituskocher inkl. genügend Brennstoff sowie Topf, Pfanne, Becher und Besteck
  • Messer, reißfestes Gewebeklebeband (Panzerband), Feuerzeug, Streichhölzer, 20m dünnes Seil bzw. Universalschnur
  • Lebensmittel, z. Bsp. Nudeln, Haferflocken, Müsliriegel, Schokolade, Tee, Kaffee, Milchpulver, Äpfel, Banane, Fertiggerichte
  • Insektenmittel nach Bedarf
  • Ersatzbatterien 
  • Erste Hilfe Set (!)
  • Eine Schwimmweste bekommt man in der Regel vom Verleiher und das Tragen ist Pflicht.
  • Handlenzpumpe, für den Fall, dass man alleine mit dem Kajak unterwegs ist.

Fotospaziergang am Weststrand

Der Darß ist der mittlere Teil der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, die an der südlichen Ostseeküste bei Ribnitz-Damgarten in Mecklenburg-Vorpommern liegt. Von Hamburg aus ist der Darß in gut 2,5h über die Autobahn zu erreichen und nicht nur im Sommer einen Abstecher wert.

Ein besonderes Highlight des Darß ist zweifelsohne der Weststrand, der vom Fernsehsender Arte zu einem der 20 schönsten Strände der Welt gekürt wurde. Naturbelassen und urwüchsig präsentiert sich der Weststrand mit Windflüchtern, entwurzelten Bäumen und feinsandigem Strand auf einer Länge von rund 14 km.

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Ausgangspunkt meiner Fototour an den Weststrand war der Parkplatz am Bernsteinweg kurz vor dem Campingplatz. Von dort ging es 5km zu Fuß durch einen verwunschen Wald aus Kiefern, Buchen, Büschen und viel Moos bis zum Leuchtturm Darßer Ort. Alternativ kann man die Strecke mit dem Fahrrad oder einer Kutsche zurücklegen.

Am Leuchtturm befindet sich ein Museum und ein Café, dass aber nur Besuchern des Museums vorbehalten ist. Da ich aber zum Fotografieren und nicht zum Kaffeetrinken gekommen war, störte mich das auch nicht weiter.

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Insgesamt war ich 5 Stunden unterwegs und bin 15 Kilometer gelaufen. Es hatte sich auf jeden Fall gelohnt etwas zu essen und zu trinken dabei zu haben. Das nächste Mal werde ich im Sommer kommen, und ich bin gespannt, wie viele Leute den doch einigermaßen weiten Weg auf sich nehmen, um schwimmen zu gehen und am Strand zu liegen. Leider handelt es sich beim Weststrand um die Kernzone eines Naturschutzgebietes, was ein Übernachten am Strand unter Umständen zu einem teuren Vergnügen machen kann.

Zu guter Letzt noch ein paar praktische Tipps:

  • Auf jeden Fall Kleingeld (1 & 2 Euro Münzen) dabei haben, um den Parkticketautomaten zu füttern.
  • Im Sommer Mückenmittel nicht vergessen.
  • Wer abends in der Nebensaison in der Region Fischland-Darß-Zingst essen gehen will, der ist gut beraten das entsprechend früh zu tun. Um 22 Uhr werden gefühlt die Bürgersteige hochgeklappt und die Küchen machen eine Stunde vorher zu.

Land Rover Defender – Das Ende einer Ära

Am Freitag, den 29. Januar lief der letzte Land Rover Defender vom Band im Stammwerk in Solihull. Aus der ursprünglichen Idee, ein landwirtschaftliches Nutzfahrzeug zu produzieren, entwickelte sich ein weltweiter Verkaufsschlager mit über 2 Mio. verkauften Fahrzeugen. Die Produktion startete 1948 und in den darauffolgenden 68 Jahren wurde aus dem Chelsea Tractoreine wahre Ikone.

 Land Rover Series II

Land Rover Series II

In den letzten Jahrzehnten blieben Form und Technik mehr oder weniger unverändert. Der Defender basiert immer noch auf einem Kastenrahmen wie zu Beginn der Produktion. Einen Airbag, elektronischen Schnick-Schnack und Sicherheitsassistenten sucht man vergeblich. Lediglich elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung, Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer, ABS und ESP sind in aktuellen Ausstattungsvarianten enthalten. Der permanente Allradantrieb mit sperrbarem Mitteldifferential, eine extreme Achsverschränkung, eine Wattiefe von 50cm und eine hohe Bodenfreiheit machen den Defender zum idealen Fahrzeug für widriges Gelände. Diese Eigenschaften machten den Landy, wie ihn Enthusiasten nennen, weltweit zu einem gefragten Nutzfahrzeug und bescherten Land Rover glänzende Gewinne.

Dass der Defender nicht weiterentwickelt wurde bedeutet nun sein Ende. Aufgrund der strengen Auflagen zum Schutz der Verbraucher, musste Land Rover jetzt reagieren. Ob es der Windwiderstand einer Schrankwand, die hohen Emissionswerte, der fehlende Airbag oder katastrophalen Crash-Test Ergebnisse sind, es mangelt aus Sicht der Hüter aus Brüssel an allen Ecken und Kanten, und damit soll nun Schluss sein – zu unser aller Sicherheit.

 Land Rover Series III

Land Rover Series III

Der Beginn einer Leidenschaft

Das erste Auto, das ich als kleiner Junge auf dem Schoß meines Vaters sitzend auf einer großen Wiese steuern durfte, war ein Land Rover Series III. Ich erinnere mich auch an den katastrophal verschneiten Winter 1978/79, als wir Kinder auf Schlitten hinter dem Landy hergezogen wurden. In der Stadt, in der ich aufwuchs, waren zudem jahrzehntelang Engländer stationiert, und der Landy gehörte einfach schon damals zum Stadtbild. Während der Zeit des Kalten Krieges, gab es natürlich auch die großen, freilaufenden Manöver, die auf einen heranwachsenden Jungen natürlich einen besonderen Reiz ausübten. Während dieser Manöver sind Kolonnen an Land Rover Series III an unserem Grundstück vorbeigefahren. Sicherlich sind das die Gründe warum gerade dieses Auto für mich so besonderes ist, und ich seit meiner frühesten Jungend den Wunsch hegte, selber irgendwann einmal einen Defender zu besitzen.

Dass dieses Auto, das mich quasi mein Leben lang begleitet, jetzt nicht mehr gebaut wird, ist schon in gewisser Weise bedauerlich. Tröstlich ist immerhin der Gedanke, dass 75% aller gebauten Defender (angeblich) noch im Einsatz sind.

Der Defender ist tot, es lebe der Defender!

Roadtrip durch Norwegen

Ein langersehnter Traum wurde im Sommer 2015 wahr. Es ging mit dem Defender inklusive Dachzelt auf einen zweiwöchigen Roadtrip durch Norwegen – dem Land der Fjorde und Fjells, der Lachse und Mittsommernächte. Norwegen stand schon lange auf meiner Reisewunschliste ganz oben. Ursprünglich sollte es weit nach Norden gehen, immer entlang der Küste, bis zur wohl bekanntesten Inselgruppe, den Lofoten. Von Oslo sind das rund 1.400 Kilometer und laut Google Maps in 20 Stunden zu schaffen. Natürlich war es nicht der Plan in einem Stück durchzufahren, sondern von Anfang an war klar, dass der Weg das Ziel ist. Es sollte sich herausstellen, dass diese Einstellung einen wesentlichen Einfluss auf den Verlauf der Reise haben sollte…

Tag 1 – Anreise: Mit der Fähre von Kiel nach Oslo

Nach wochenlanger Reiseplanung ging es am 22. Juli 2015 bei schönstem Sommerwetter an Bord der Fähre, die uns in rund 20 Stunden von Kiel nach Oslo bringen soll.

 Warten auf die Verladung

Warten auf die Verladung

An Bord haben wir zuerst unsere Kabine bezogen und dann vom Deck aus das Ablegemanöver und das Auslaufen beobachtet.

 Blick über die Kieler Förde

Blick über die Kieler Förde

Es war herrlich sich an Deck stundenlang den Wind um die Nase wehen und die Seele baumeln zu lassen, zu lesen und zu fotografieren. Entspannung pur schon bei der Anreise.

Ein Highlight war das Passieren der 7.845 Meter langen Öresundbrücke, die Kopenhagen und Malmö verbindet und laut Wikipedia die längste Schrägseilbrücke der Welt ist.

 Öresundbrücke

Öresundbrücke

Tag 2 – Von Oslo an den Tyin

Nach einer ruhigen Nacht in einer komfortablen Kabine und einem ausgiebigem Frühstück, laufen wir am Morgen des darauf folgenden Tages in den Hafen von Oslo ein. Inzwischen ist es deutlicher kälter als noch am Tag zuvor in Deutschland, und die Wettervorhersage verheißt nichts Gutes.

 Einfahrt in den Hafen von Oslo

Einfahrt in den Hafen von Oslo

Für die geplante Route, und unser erstes Ziel Otta, ist für die kommenden Tage Dauerregen vorhergesagt. Also entscheiden wir uns kurzerhand die Reiseroute zu ändern und flexibel auf die Wetterbedingungen zu reagieren. Gott sei Dank gibt es Wetter-Apps und eine Datenflatrate.

Von Oslo geht es auf der E16 Richtung Nordosten vorbei an Hønefoss, entlang des Sperillenund des Flusses Begna an den See Tyin in der Komune Vang. Die Landschaft ist atemberaubend schön, die Luft klar und kühl. Der Wind treibt Wolken über den Himmel doch Regenschauer bleiben uns erspart.

 Blick Richtung Norden über den See Tyin, im Hintergrund das Jotunheimen Gebirge

Blick Richtung Norden über den See Tyin, im Hintergrund das Jotunheimen Gebirge

Inzwischen sind wir seit 4 Stunden unterwegs und haben 270 km zurückgelegt. Die Straßen in Norwegen sind meistens nur zweispurig und wesentlich schmaler als in Deutschland. Die Richtgeschwindigkeit beträgt 80km/h, die aber häufig (auch von Einheimischen) unterschritten wird. Wer schon einmal Defender gefahren ist, der weiß, dass zügige Überholmanöver schlichtweg nicht möglich sind.

Wegen der Schönheit der Landschaft, beschließen wir die Nacht am Tyin zu verbringen. Da die Temperaturen tagsüber im einstelligen Bereich liegen und nachts auf den Gefrierpunkt fallen, entscheiden wir uns gegen das Dachzelt und für eine Hütte.

 Hütte am Tyin

Hütte am Tyin

Tag 3 – Vom Tyin nach Sogndal

Am 3. Tag unserer Reise geht es auf der E53 Richtung Osten, da die Wettervorhersage für die Region Geiranger – eines unserer ursprünglichen Ziele – einfach zu schlecht ist. Wir fahren vorbei an Øvre Årdal, entlang des Binnensees Årdalsvatnet, nach Årdalstangen. Von dort geht es entlang des Sognefjords, Europas längstem und tiefsten Fjord, zur Fähre von Fodnes nach Mannheller. Von Mannheller geht es weiter über Kaupanger auf der 5 Richtung Sogndal.

Kurz vor Sogndal entdecken wir einen Campingplatz, der etwas abseits der Straße und direkt am Sognefjord liegt. Der perfekte Ort zum Übernachten, Angeln und Ausspannen.

 Blick auf den Sognefjord vom Campingplatz in Kjørnes

Blick auf den Sognefjord vom Campingplatz in Kjørnes

Tag 4 – Von Sogndal nach Gudvangen

Fahrt von Kjørnes nach Kaupanger und mit der Fähre von Mannheller nach Fodnes. Anschließend auf der 5 nach Lærdalsøyri. Weiter auf dem Aurlandsvegen (Fv243) über das Fjell nach Aurlandsvangen und von dort nach Gudvangen.

Die Fahrt über das Fjell, ist auf jeden Fall dem längsten Tunnel Europas vorzuziehen, und es bieten sich jede Menge Gelegenheiten zum Fotografieren und Wandern. Darüber hinaus ist es eine der schönsten Strecken, die wir während unserer Tour durch Norwegen gefahren sind.  Steil und kurvig geht es vom Meeresniveau auf eine Höhe von 1.309m. Nichts für Leute mit schwachen Nerven und großen Autos, denn die Straße ist super schmal. An der einen Seite der Berg an der anderen geht es zum Teil extrem steil und tief abwärts. Wer Kurvenfahrten liebt und nicht auf Beifahrer Rücksicht nehmen muss, denen übel wird, der kommt hier voll auf seine Kosten.

Übernachtet haben wir am Nærøyford zwischen Gudvangen und Dyrdal. Hier sichert frühes Kommen einen der wenigen Plätze, die zum Parken und Wildcampen zur Verfügung stehen. Die Nutzung des Jedermannsrechts ist nicht immer so ohne Weiteres möglich, da es häufig nur sehr wenige geeignete Plätze gibt – zumindest in der Region, in der wir unterwegs waren.

 61°00’23.5″N 7°19’40.1″E Weg von Aurlandsvangen über das Fjell nach Lærdalsøyri

61°00’23.5″N 7°19’40.1″E Weg von Aurlandsvangen über das Fjell nach Lærdalsøyri

 Børgavegen – Fahrt über das Fjell

Børgavegen – Fahrt über das Fjell

 Übernachtung und Abendessen am Nærøyfjord

Übernachtung und Abendessen am Nærøyfjord

Tag 5 – Fahrt mit der Flambahn und Fährfahrt zurück nach Kaupanger

Nach einer regenreichen Nacht geht es an einem neblig-kalten Morgen zurück nach Gudvangen, wo wir uns erstmal mit einem heißen Kaffee und einem ordentlichen Frühstück am Hafen stärken.

 Straße entlang des Nærøyfjord Richtung Gudvangen

Straße entlang des Nærøyfjord Richtung Gudvangen

Anschließend fahren wir durch den Gudvangentunnel nach Flam, um mit der berühmten Flambahn nach Myrdal zu fahren. Die Bahn stoppt während ihrer einstündigen Fahrt am Wasserfall Kjosfossen. Obwohl die Fahrt in allen Reiseführern als ein Highlight angepriesen wird, kann man sie sich sparen. Es sei denn man sitzt gerne mit vielen Leuten in einem Zug und steht auf touristische Inszenierungen der nordischen Mythologie.

Von Flam geht es zurück nach Gudvangen und am frühen Abend mit der Fähre zurück nach Kaupanger. Die 2,5 stündige Fahrt führt uns vom Nærøyfjord, durch den Aurlandfjord und den Sognefjord und ist ein absoluter Höhepunkt der gesamten Reise. Während der Saison ist es ratsam, das Ticket im Voraus zu buchen. Vor allem dann, wenn man vorhat, abends mit der letzten Fähre zu fahren. Auch nicht ganz unwichtig ist genügend Bodenfreiheit beim KFZ, denn eine Familie mit Wohnmobil musste unverrichteter Dinge zurückbleiben, nachdem diverse Auffahrversuche auf die Fähre fehlschlugen.

 Auf der Fähre von Gudvangen nach Kaupanger

Auf der Fähre von Gudvangen nach Kaupanger

Da uns der Campingplatz in Kjørnes und seine Lage am Sognefjord so gut gefallen hat, entscheiden wir uns eine weitere Nacht dort zu verbringen.

 Sonnenuntergang am Sognefjord. Kjørnes Camping.

Sonnenuntergang am Sognefjord. Kjørnes Camping.

Tag 6 – Ausflug zur Stabkirche Urnes

Am nächsten Tag ist strahlend blauer Himmel und Sonnenschein. Grund genug einen weiteren Tag in der Region zu verbringen. Eine gute Gelegenheit also, die Stabkirche Urnes zu besichtigen, die als eine der ältesten der Welt gilt und seit 1979 zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Der geschichtsträchtige Ort strahlt eine Ruhe und Kraft aus, der man sich nicht entziehen kann.

 Stabkirche Urnes

Stabkirche Urnes

Tag 7, 8, 9 – Jostedalsbreen & Lustrafjord

Heute geht es weiter zum Jostedalsbreen, Europas größtem Festlandsgletscher. Geplant ist eine Gletscherwanderung. Leider sind wir zu spät, um noch an einer geführten Tour auf dem Eis teilzunehmen, so dass es bei einer Wanderung bis an den Fuß des Gletschers bleibt.

 Am Fuße des Jostedalsbreen

Am Fuße des Jostedalsbreen

Am Tag darauf ist für den Nachmittag Regen angesagt, so dass wir uns gegen eine Gletscherwanderung entscheiden und stattdessen ein Boot leihen, um auf dem Lustrafjord angeln zu gehen. Trotz jahrzehntelanger Erfahrung als Petrijünger reicht es gerade mal, um eine viel zu kleine Forelle zu fangen. Zum Trost versichert uns der Vermieter des Motorbootes, dass der Fjord seit Jahren so gut wie leer zu sein scheint, und er selbst nur noch im Meer angelt. Jetzt ist mir auch klar geworden, warum man im Fjord umsonst und im Meer nur gegen Entgelt fischen darf. Und da geht er dahin, der Traum vom Lachsangeln an den norwegischen Gestaden.

Am 9. Tag unserer Reise nehmen wir einen erneuten Anlauf und erreichen dieses Mal pünktlich den Ausgangspunkt, um an einer Gletschertour teilzunehmen. Das Wetter ist herrlich und die Landschaft wieder einmal atemberaubend.

 Gletscherwanderung auf dem Jostedalsbreen

Gletscherwanderung auf dem Jostedalsbreen

Unser Basislager der letzten 3 Tage war der Campingplatz Viki Fjordcamping, der ein paar Kilometer westlich von Gaupne an der 55 direkt am Fjord liegt. Da wir uns spontan entschieden 3 Nächte zu bleiben, das Wetter nicht unbedingt zum Schlafen im Dachzelt einlud, und wir nicht im Voraus gebucht hatten, kamen wir in den Genuss 3 verschiedene Hütten auszuprobieren. Wer es komfortabel mag, dem seien die neuen Hütten (besonders Nr. 1 & 2) empfohlen. Aber auch die günstige 1-Zimmer Variante hat durchaus ihren Charme. Der Vermieter spricht im Übrigen perfekt Deutsch und war herrlich tiefenentspannt, wie eigentlich fast alle Norweger. Selbst die Touristen ließen sich von dieser Gelassenheit anstecken.

Tag 10 – Von Gaupne nach Røldal

Da sich der Regen zunehmend ausbreitete, und es lediglich noch an der Küste im Süden einigermaßen trocken sein sollte, beschlossen wir unsere Reise dorthin fortzusetzen. Wir fuhren auf der 55 von Gaupne nach Hella. Von dort mit der Fähre nach Vangsnes und folgten dann der E13 und später der E134 entlang den Ausläufern des Hardangervidda Nationalparks. Nach 300 km und 6 Stunden Fahrt bei mehr oder weniger strömendem Regen, entschlossen wir uns die Nacht in Røldal zu verbingen.

Tag 11 – Von Røldal nach Homme

Nach dem Frühstück ging es weiter auf der E134 Richtung Osten und dann auf der E9 Richtung Süden. Ca. 10 km nördlich von Homme liegt direkt am Fluss Otra ein naturbelassener Stellplatz ausschließlich für Wohnmobile. Da es inzwischen aufgehört hat zu regnen und die Sonne wieder schien, verbachten wir den Nachmittag am und auf dem Fluss und die Nacht im Dachzelt.

 Sanden Såre Bobilpark

Sanden Såre Bobilpark

 Blick auf die Otra

Blick auf die Otra

Selbst an sonnigen Tagen sind die Abende und vor allem die Nächte mit Temperaturen im einstelligen Bereich doch recht frisch, und man ist froh über einen geeigneten Schlafsack und warme Kleidung im Dachzelt. Leute, die mit einem Wohnmobil unterwegs sind, haben da zweifelsohne ein deutlich höheres Maß an Komfort, aber definitiv weniger Abenteuer-Feeling.

Tag 12 – Auf nach Kristiansand und Lindesnes

Ein Blick in die Wetter-App zeigt, dass auch für den Süden Norwegens in den nächsten Tage Regen angesagt ist während in Norddeutschland bei 30 Grad die Sonne scheint. Also fuhren wir kurzerhand nach Kristiansand, um ein Ticket für die Fähre nach Hirtshals zu kaufen. Da die Fähre erst am nächsten Morgen fährt, und wir keine Lust haben, unsere letzte Nacht in einer norwegischen Großstadt zu verbringen, sind wir erst weiter nach Mandal gefahren, wo wir im Provianten eine Kleinigkeit gegessen haben. Das Restaurant überzeugte durch eine sehr angenehme Atmosphäre und wirklich gutes Essen, was in Norwegen nicht immer unbedingt der Fall ist. Anschließend folgten wir der Küste weiter nach Westen auf der Suche nach einer geeigneten Übernachtungsmöglichkeit. Da die Küste hier sehr dicht besiedelt ist, und die Campingplätze zum Bersten voll waren, haben wir uns am Ende dann für ein Hotel in Lindesnes direkt am Hafen entschieden. Noch während der Nacht stellte sich heraus, dass die Entscheidung goldrichtig war, denn es fing wieder an in Strömen zu regnen und zu stürmen.

Tag 13 – Bye bye Norwegen

Um 14 Uhr verlässt die Fähre Kristiansand und ist 6 Stunden später in Hirtshals. Von Hirtshals geht es in der Nacht direkt weiter nach Sankt Peter Ording, wo wir schlussendlich noch ein paar Tage am Strand liegen und Sonne tanken konnten. Nun ist Sankt Peter nicht auf den Lofoten, aber so bleiben diese zumindest ein Reiseziel, auf das ich mich jetzt schon freue.

Eine einsame Hütte auf einer Insel in Schweden

Wer hat nicht schon mal davon geträumt, in einer einsamen Hütte ohne Strom und fließendes Wasser mitten in der Wildnis zu leben? In den Sommerferien haben wir uns diesen Traum - zum Teil jedenfalls - erfüllt. Wir fanden "Lomar Klippan" eine kleine Hütte in Südschweden, die auf einer mini Insel - mehr Felsen als Insel - in einem größeren See lag. Die nächsten Nachbarn waren nicht zu sehen und rund 500m Luftlinie entfernt. Das ist zwar nicht wirklich einsam, und Südschweden nicht gerade Wildnis, aber dafür gab es weder Strom noch fließendes Wasser. Herd und Kühlschrank wurden mit Gas betrieben, und die Toilette war ein Trockenklo an der Seite der Hütte. 

 Lomar Klippan

Lomar Klippan

Die Hütte selber hatte gerade mal ca. 25 qm und bestand aus einem Raum, der als Küche, Schlaf- Wohn- und Esszimmer diente sowie einem Spitzboden mit 2 Betten. Zusätzlich gab es eine Terrasse und einen Steg, an dem das Ruderboot lag, um von der Insel zum Festland zu kommen. Bad, Dusche, Badewanne - Fehlanzeige. Wozu hat man schließlich einen See vor der Tür? Ach ja, es gab noch einen Holzofen, aber den brauchten wir aufgrund des guten Wetters nicht. 

Unser Tagesablauf wurde bestimmt durch den Verlauf der Sonne und des Lichts. Wir sind quasi mit den Vögeln aufgestanden und zu Bett gegangen. Das Essen schwamm im See und brauchte nur gefangen zu werden, was selbst für ungeübte Angler vom Boot  aus kein Problem darstellte. Einer hielt die Rute mit dem Blinker ins Wasser, der andere ruderte gemächlich am Ufer entlang. Meistens dauerte es nicht lange, bis man den ersten Fang landen konnte. Hecht und Barsch dominierten ganz klar den Speiseplan in dieser Woche. Sogar eine Schleie konnten wir fangen, zwar biss sie nicht auf den Blinker, sondern der Blinker steckte in ihrer Kieme, aber am Ende zählt das Ergebnis. Und ganz nebenbei lernte das Kind auch noch, wie man Fische fängt, ausnimmt und auf dem offenen Feuer zubereitet. 

 F(r)isch vom Feuer

F(r)isch vom Feuer

Gewaschen und abgewaschen hat man sich und alles andere im See. Das war morgens nach dem Aufstehen erst etwas gewöhnungsbedürftig, aber spätestens am Nachmittag, wenn die Sonne vom Himmel brannte, eine willkommene Erfrischung. Selbstredend haben wir als verantwortungsvolle, umweltbewusste Menschen weitestgehend auf den Einsatz von Seife verzichtet, und wenn unbedingt nötig, haben wir eine speziell biologisch schnell abbaubare, umweltschonende Seife verwendet. Die die herausragende Eigenschaft besaß, dass sie so gut wie gar nicht schäumte und auch nicht roch. Dafür war der Preis umso höher, dass einem die Augen tränten.

Während der Woche am See haben wir bewusst auf jeglichen elektronischen Medienkonsum verzichtet, was auch mal ganz wohltuend sein kann. Vor allem für das Kind, dass feststellen musste, dass das Leben ohne Smartphone und Spielekonsole nicht nur nicht zu Ende geht, sondern sogar auch noch ganz spannend sein kann. 

 Frühmorgens am See

Frühmorgens am See

Schnell mag jemand sagen oder denken: "Ja was für ein Verzicht. Warum soll ich mir so etwas antun?". Für uns war es das Naturerleben, dass umso stärker und intensiver ist, je mehr zivilisatorischen Ballast man hinter sich lässt. Natürlich geht das noch extremer, aber wer mit Kindern reist, der lernt Kompromisse einzugehen. Ein einwöchiger Survival-Trip bei Dauerregen in den Wäldern Nordschwedens zum Beispiel, hätte sicher das Eltern-Kind-Verhältnis auf eine harte Bewährungsprobe gestellt.

 Sonnenuntergang

Sonnenuntergang

Schweden, vor allem im Sommer, ist ein wunderbares Reiseziel. Zwar hat uns jeder davor gewarnt, dass man es vor lauter Mücken gar nicht länger draußen aushält, aber die Erfahrungen konnten wir überhaupt nicht bestätigen. Entweder war es ein besonders mückenarmes Jahr, oder wir sind da nicht so empfindlich. Gestört, vor allem beim Essen, haben lediglich Wespen, die ihr Nest direkt unter dem Haus hatten. 

Was muss in ein Erste Hilfe Notfall Set?

Wer gerne viel unterwegs ist, sei es beim Wandern, Kanu- oder Kajakfahren, auf einer Radtour, auf Jagd, beim Angeln, auf einem Roadtrip, oder sonst wo, der sollte für den Fall der Fälle ein Erste Hilfe Pack dabei haben. Ich selber war jahrelang unterwegs, ohne mir darüber Gedanken zu machen, und Gott sei Dank ist mir auch nie etwas Schwerwiegenderes passiert. Dennoch habe ich mir vor einiger Zeit ein kleines Rescue-Pack zugelegt, und habe es seitdem auch immer bei mir. 

Doch was sollte in so einem Set nun alles drin sein? Denn zu schwer und zu groß soll es bitte auch nicht sein. Nach ein wenig Recherche, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass mir die Rettungs-Sets von der Stange entweder zu teuer waren, oder nicht das enthielten, was ich für wichtig erachte. Also blieb mir nichts anderes übrig, als mein eigenes Set zusammenzustellen. 

Der Inhalt sieht wie folgt aus:

  • 1 Packung Desinfektionstücher
  • 2 Paar Latexhandschuhe
  • 2 Rettungsdecken
  • 1 Dreiecktuch
  • 1 Verbandtuch
  • 2 Verbandspäckchen (Kompressen)
  • 2 Fixierbinden
  • Pflaster in verschiedenen Größen
  • 1 Rolle Heftpflaster
  • 10 Wattestäbchen
  • 10 Sicherheitsnadeln
  • 5 Nägel
  • 1 Zeckenzange
  • 1 Pinzette
  • 1 Nagelschere
  • 1 Verbandschere
  • 1 Wund-Desinfektionsspray
  • 1 Fieberthermometer

Das alles passt in eine 18 x 12,5 x 5,5 cm kleine Nylontasche, die an der Seite Schlaufen hat, um sie zum Beispiel am Rucksack oder am Gürtel zu befestigen. 

INSTAGRAM

Instagram ist erschienen im Oktober 2010 und erfreut sich seit dem Start großer Beliebtheit. Das Konzept hinter Instagram ist so gut, wie simple: Mach ein Foto und teile es mit deinen Freunden.

Instagram ist eine Kamera-App mit einem integrierten sozialen Netzwerk, quasi Twitter für Fotos. Die Anwendung läuft auf dem iPhone, iPod touch und dem iPad und erfordert iOS 3.1.2 oder neuer.

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Winter in Hamburg

Winter in Hamburg ist eigentlich nichts was man braucht. Für Gewöhnlich schneit es selten und wenn, dann verwandelt sich die weiße Pracht innerhalb weniger Stunden zu grau-braunem Matsch. Dazu kommen Temperaturen wenig überhalb von Null Grad und meist ein schneidender Wind, der das ganze noch ungemütlicher macht. Allerdings muss ich sagen, dass es jetzt das zweite Mal in Folge ist, wo mir Hamburg im Winter mindestens genau so gut gefällt, wie im Sommer. Es schneit in ernstzunehmenden Mengen und der Schnee bleibt liegen, so dass man tagelang Kinder und Erwachsene an den Elbhängen und im Jenischpark rodeln sehen kann. Wenn dann noch die Sonne von einem strahlend blauen Himmel scheint und der Wind sich eine Pause gönnt, ist das Wintererlebnis perfekt – so wie heute.

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